Gedankenwanderung

Meine Gedanken
schweifen
durch Dunkelheit
und Licht
wandeln von Schatten
zu Schatten meines Lebens

durchbrechen die Mauer
der Gegenwart
dringen in die
Vergangenheit ein
hinterlassen
Steine und Schutt

wühlen aufgebracht
in längst vergessenen
Augenblicken –

doch dann,
berühren sie sanft
Erinnerungen
an dich…

.
©️Karla W.

Im Sinkflug

Die Schwere der Nacht
sinkt auf meine Lieder
herab
ich tauche ins Schwarze
hinab
in einem berauschenden
Sinkflug
ohne Schwere,
von einer tiefen Stille
umhüllt
von schweigenden Minuten
gewogen

auf dem Weg zu meinen Träumen,
die in ihrer glitzernden
Welt auf mich warten
und mir ihre Hände
entgegen strecken,
voller Sehnsucht nach
meiner dürstenden Seele…

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©️Karla W.

Die Träume retten

Zwischen Realität
und Träume
klafft oft ein tiefer Abgrund

wenn man nicht aufpasst,
wird man von der Realität
gnadenlos
in den dunklen Schlund
des Abgrunds gestoßen –

die Träume liegen in Scherben,
ihr Glanz im Staub der Dunkelheit
erloschen …

***

… sich hoch kämpfen,
immer wieder nach oben klettern
mit aller Kraft versuchen,
der Dunkelheit zu Entkommen,
die Träume retten

sich selbst
und die Träume
retten…

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©️Karla W.

die kühle der nacht

… und jetzt, die kühle der nacht wieder spürend, über den boden der verzweiflung hinweg schreitend, fast ausnahmslos mit gedanken der gegenwart, aus denen gedanken der zukunft geboren werden, obwohl dies unsinnig erscheint, weil die zukunft nichts erahnen lässt.
zu dicht schwebt der nebel über dem boden, unsicheren schritten die (richtige) richtung verwehrend …

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©️Karla W.
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bis zum rand der ewigkeit

über den wolken
schläft der mond
schmalgesichtig,
in dem dunklen
nachtraum versunken

gleichgültig
bewegt sich die zeit,
traumversunken
kriecht sie voran
über alle grenzen,
tief in das dunkel der nacht
bis zum rand der ewigkeit
und darüber hinaus

schlängelt sich zwischen
den sternen durch
und gleitet sanft
in den geheimnisvollen raum
der unsichtbaren zukunft …

 

©Karla W.

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