in lebensfernen zeiten

im durcheinander der zeit
ist das bunte leben
(das gewohnte)
in die ferne gerückt
bleibt hinter schweigenden
lippen verschlossen
in diesen lebensfernen zeiten
leuchten die augen
des frühlings

die welt wiegt sich
in hoffnung auf eine
normale zukunft und
das licht der heilung
schimmert in der ferne,
(wie flamme einer kerze)
hinter der schleier
der zeit

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©️Karla W.

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quarantäne

das bunte geschehen
ist in quarantäne
das leben atmet schwer
die tage keuchen
die stunden leiden
unter langeweile
lichtblicke bleiben fern,
harren im dunkeln

und die sorgen wachsen
viele bilder entsetzen
die distanz entmutigt
die vier wände steigern
den frust

der frühling lacht –
aber nur draußen,
nicht in den herzen.

 

©Karla W.

 

gespür

und dann sprachen
die töne
im schweigen
versunkener worte
sie trugen uns
und unsere liebe
nicht mehr

ihre silben waren
längst verwelkt,
ruhten im meer
vergessener,
glücklicheren zeiten

doch jetzt,
an tagen der distanz
tauchten sie langsam auf –

flatternd berührten
sich unsere hände,
als hätten sie kurz
hinter den schleier
der zukunft geblickt
und etwas gespürt

 

©Karla W.

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