Wie ein Regentropfen

Ich blicke
in die Nacht hinaus
das geschlossene Fenster
sperrt sie aus meinem
Leben raus

wie fern sind
Sterne und der Mond…

Ich fühle mich
kleiner als klein
unter dem schwarzen
Mantel der Nacht
irgendwie geborgen
und doch verloren –

mein Leben ist
nur ein Regentropfen
unter tausend Wolken
wenn es regnet,
fällt er in die Meere
des Vergessens…

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©️Karla W.

Wintergefühle

Es dämmert –
die Wolken verblassen
ein Rabe sitzt einsam
auf einem knorrigen Ast,
als wartete er, dass der Baum
wieder zum Leben erwacht
doch der Frühling ist
noch nicht in Sicht

das kalte Licht der Sterne
flackert in der Winternacht
es ist die Sehnsucht nach dir,
die mich von innen wärmt –

es beginnt wieder zu schneien,
der Winter hält meine Sehnsucht
in seinen eiskalten Händen gefangen…

©️Karla W.

Die Stunde der Wahrheit 

Silberfäden am Himmel
schimmern durch die Nacht

die Stunde der Wahrheit
berührt jeden Stern,
umgarnt den Mond,
fällt in einem unberechenbaren
Augenblick vom Himmel –
trifft mich mitten ins Herz,
scharf, wie ein tiefer,
kalter Atemzug im Winter –

warst Du die Liebe,
die meine Welt aus den Angeln hob
oder die Liebe, die mir den Boden
unter den Füßen entriss …

©️Karla W.

bis zum rand der ewigkeit

über den wolken
schläft der mond
schmalgesichtig,
in dem dunklen
nachtraum versunken

gleichgültig
bewegt sich die zeit,
traumversunken
kriecht sie voran
über alle grenzen,
tief in das dunkel der nacht
bis zum rand der ewigkeit
und darüber hinaus

schlängelt sich zwischen
den sternen durch
und gleitet sanft
in den geheimnisvollen raum
der unsichtbaren zukunft …

 

©Karla W.

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